Die Entwicklung hat zugegebenermaßen länger gedauert als gedacht, aber es wurde ja schließlich von allen Beteiligten Neuland betreten. Dafür sind die XING-Apps von WELT ONLINE und wallstreet:online heute erfolgreich gelauncht.
Es war ja eh an der Zeit, dass XING die Plattform für Open Social und damit für spannende Apps öffnet. Nachdem andere, gerne mit XiNG verglichene Plattformen vorgelegt hatten mehr als überfällig.
Als Peter von WELT ONLINE uns ansprach, ob wir neben der bereits in der Entwicklung steckenden Facebook-App auch "in Open Social" machen wollten, wollten wir selbstverständlich. Denn nicht nur haben wir ja schon an anderer Stelle zeigen können, dass wir uns ein wenig einigermaßen doch recht gut in der hippen Social Media-Welt auskennen, auch war (und ist es immer noch) für uns spannend, zu den ersten zu gehören, die mit der deutsche Version von Open Social arbeiten dürfen.
Denn anders als auf der anderen Seite des Atlantiks gibt es technisch und funktional gewisse logische, v.a. aber datenschutzrechtliche Einschränkungen, die im Vergleich zu US-Plattformen eben doch anderes möglich oder gerade unmöglich machen. XING selbst hat eigene Ergänzungen zu Open Social gemacht, an bestimmten Stellen (und das ist positiv zu verstehen) aber Einschränkungen vorgenommen.
So steht hinter der XING-Variante von OS vor allem ein sehr limitierter App-Zugriff auf Kontaktdaten, die Plattform selbst gibt wirklich nur soviel so wenig personen- und profilbezogene Daten raus wie nötig.
Mit dieser Einschränkung zu arbeiten ist doch eine kleine Herausforderung, die man aber - wie auch wir gelernt haben - lösen kann. Denn im Kern geht es bei all den Apps ja immer um den "viralen Charakter", der sich aus Nutzwert und irgendwie-gearteter Aktivitäts-Präsentation (bei Facebook heißt das "Newsfeed", bei XING sind das die "Activities") ergibt.
Im Klartext: ein User tut etwas, die Plattform teilt das dessen Freunden Kontakten mit, die dann wiederum ... usw. ...
Natürlich ist gerade für ein Angebot wie WELT der zusätzliche "PI-Ertrag" nicht unerheblich, da die Apps selber ja nicht vermarktet werden, sondern eben Klicks und Visits bringen müssen. Und dabei Mehrwert schaffen (bei WELT v.a. die Personalisierungs-Optionen, bei w:o die Live-Daten im Überblick).
Ohne auf die "trials & tribulations" im Entwicklungsprozess eingehen zu wollen, ich denke XING hat einen großen Sprung nach vorne getan - aus eigener Erfahrung hat sich schon im Beta-Stadium der Nutzwert der gesamten Plattform durch die Apps der Drittanbieter gesteigert, neben WELT und w:o ist mein persönlicher Favorit die dopplr-App. Insgesamt war ich lange nicht mehr so gut über die Nachrichten- und Wirtschaftslage und zugleich die Reisepläne meiner Kontakte informiert. Das macht Spaß!
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